25. März 2012

verwirrt im pfälzer wald

Aufgrund des ausgebrochenen Sommers wollten wir mal wieder Wandern gehen.
Und so ging es gestern auf nach Merzalben im Pfälzerwald.
Google Maps
Hier erwartete uns ein alter aussichtturm und die burgruine Gräfenstein.

Wir waren gut vorbereitet. - dachten wir zumindest, denn die planung war gut durchdacht. wir druckten die karte und die wegbeschreibung dieses wanderportals aus:
Beschreibung vom Wanderportal
so sollten wir als erstes den "ewigen pfad" entlang laufen, der allerdings nicht als solcher ausgeschildert sein sollte, sondern als jonniskreuz. Nach langer suche stellten wir fest, dass weder das eine noch das andere ausgeschildert war. Drum versuchten wir erstmals unsere ausgedruckte karte mit der wanderkarte vor ort zu identifizieren. Es gab ingesamt 12 abzweigungen. So haben wir einfach den pfad genommen, der von der himmelsrichtung her übereinstimmt. Zumindest nach 2 km sollten wir die gewissheit haben, richtig zu sein, da wir am jagdfelsen vorbei kommen sollten. Unser Weg führte uns durch herbstliche Buchenwälder. Irgendwas schien hier schiefgelaufen, da die Bäume alle gerade ihre Blätter verloren und alles voller Laub war. Ist nicht eigentlich Frühling?


Von dem Jagdfelsen gab es jedoch keine spur, allerdings wollten wir nicht direkt umdrehen, so wanderten wir zunächst fröhlich und verwirrt weiter, sodass wir nach 2 stunden irgwndwo im wald waren und eingestehen mussten, dass wir überhaupt keine ahnung haben wo wir überhaupt sind.


Wir liefen einfach weiter und entdeckten sogar tatsächlich ein schild, welches uns zum luidpoldturm führte, der zu unserer geplanten wanderroute gehörte. Diesem folgten wir bis wir zu einem zweiten schild, von da aus sind wir dann in richtung des turms weiter gelaufen. Nach einer weiteren halben stunde mussten wir wieder feststellen, dass völlig verloren waren. Wir gelangten zu einer kaum befahrenden straße und merkten, dass wir nicht mal mehr den rückweg finden würden. In der hilfreichen wegbeschreibung war irgendwo zu finden, dass man eine straße überqueren musste und so taten wir dies dann auch. Der neue weg war allerdings nicht wie ein wanderweg sondern eher wie ein verlassener forstweg. Wie schon die ganze zeit verlies uns nicht das gefühl, bis zur dämmerung unser parkplatz nicht mehr finden zu können. Plötzlich lief hinter uns schnellen schrittes ein grimmig erscheinder mann mit knallrotem pullover den wir anhielten. Er konnte uns mit seinem pfälzerischen-förster-dialekt vergwissern, dass es nicht mehr weit sei. wir sollten lediglich rechts, rechts und somit den turm schon sehen können. es seien noch ca. 2 km. motiviert setzen wir unsern weg fort, bis wir nach 20 minuten wieder an einer abzweigung standen und uns einfach mal für gerade aus entschieden. Etwas später entdeckten wir endlich den turm in der ferne, den wir nach mühseeligem aufstieg (166 stufen) erreichten.


Von oben konnte man weit hinaus schauen und größtenteils waldige berge ersichten. Die sonne stand schon tief hinter der Burg Gräfenstein, wo auch unser parkplatz lag.


Am turm trafen wir auch wieder das renterpaar, welches uns zu beginn der route zügig überholt hatte. Seltsamerweise waren wir zeitgleich hier. Anhand ihrer wanderkarte konnten wir erkennen, dass wir lediglich einen umweg von 5 km gemacht hatten. Mit dieser karte und der beschreibung des mannes, konnten wir uns nach einem proviantpaket motiviert auf den nun bekannten rückweg machen. Wir sollten einfach der blau-weissen markierungen folge. Ohne diesen hinweis, wären wir niemals zurück gekommen.


Nach einer stunde weiteren wanderns standen wir an einer kreuzung mit blau-weissen ausschilderungen mit 3 verschiedenenen richtungen. Verärgert versuchten wir uns für die richtige richtung zu entscheiden, was bedeutete, dass wir mit pech in eine komplett falsche hätten laufen können. Dann fiel uns auf, dass die sonne hinter der burg gestanden hatte, also folgten wir einfach der sonne. Es folgte ein langer weg der steil ins taal fühlte. dies war auch der schönste teil der wanderroute da hier die vegetation grüner und vielfältiger war. Während des langen Abstiegs konnten wir auch schon die Burg in der Ferne sehen (hinten auf dem Berg):


Es folgte noch ein abschliessender, mühsehliger aufstieg und wir standen endlich wieder auf unserem Parkplatz. Die Sonne war bereits untergegangen, nurnoch ein kleines abendrot war zu sehen. so machten wir uns schnell zur burg auf, um diese noch im licht betrachten zu können.




Die burg war wunderbar erhalten, wir waren komplett für uns alleine und das Abendlicht lies das rötliche gestein auf dem sie gebaut war rot erstrahlen, blitzen, funkeln! nunja zumindest sowas in der richtung xD In der Burg gab es allerlei zu erkunden, nur leider war das abendlicht schwach und die innenräume stockduster. daher konnten wir den höchsten turm nichtmehr erreichen, da wir uns nicht in der dunkelheit eine schiefe treppe mit verschieden großen steinstufen hochwagen wollten.






trotzdem war die burg wunderschön und nachdem die sonne untergegangen war machten wir uns wieder den berg hinab im dunklen auf den heimweg.


Start: ~13:30
geplanter weg: 16,5 km
Pausen: 1x ~ 20 mins am Luitpoldturm
Ende: 20:15
gelaufener weg: ~22 km